Arbeitsspeicher erweitern – Darauf ist zu achten


(Bild: PublicDomainPicture / Pixabay.com)

Wir alle sind genervt, wenn unser Notebook, PC oder Gaming-Laptop nicht schnell genug läuft. Dabei bedarf es meist nur einer einfachen Erweiterung des Arbeitsspeichers. Die Aufrüstung des RAM ist keine große Sache und kann von jedem selbst durchgeführt werden. Welche Speichermodule für deinen Computer die richtigen sind, worauf du achten solltest und wie du Arbeitsspeicher am besten vergleichen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Wann ist der Arbeitsspeicher aufzurüsten?

Du merkst, dass dein Rechner viel zu langsam arbeitet? Dann wird es Zeit, den Arbeitsspeicher deines Computers zu erweitern. Der so genannte RAM (Random Access Memory) ist ein Speicher mit direktem Zugriff und enthält die gerade auszuführenden Programme und Programmteile und die dabei benötigten Daten.

Da der Prozessor unmittelbar auf den Hauptspeicher zugreift, beeinflussen dessen Leistungsfähigkeit und Größe in wesentlichem Maße die Leistungsfähigkeit deines Rechners.

Gerade für speicherhungrige Anwendungen wie Spiele, Bild- oder Videobearbeitung, oder wenn oft mehrere Programmfenster geöffnet sind, solltest du darauf achten, deinen Rechner mit ausreichend Arbeitsspeicher zu bestücken. Limitierende Faktoren sind dabei lediglich der Systemtyp und die verfügbaren Speichersteckplätze („Slots“) in der Hauptplatine.

Wie rüste ich den Arbeitsspeicher richtig auf?

Bevor du losgehst und dir im nächsten Fachhandel oder online neuen Arbeitsspeicher für deinen Laptop oder Computer kaufst, solltest du dir zwei grundlegende Fragen stellen. Welches RAM-Modul zu deinem Rechner passt und wie viel Speicher du für deine persönliche Nutzung benötigst.

Welches RAM-Modul passt zu meinem Gerät?

Es gibt grundsätzlich drei gängige Arbeitsspeicher Architekturen. Zu diesen zählen DDR2, DDR3 und DDR4 Speicher. Für Laptops und Notebooks kommt dazu noch der SO-DIMM Speicher. Doch welcher RAM passt zu deinem Rechner? Welcher Arbeitsspeicher für dich der richtige ist, ist hauptsächlich von den individuellen Faktoren deines Systems abhängig. Jede Architektur hat ihre Vor- und Nachteile und sollte zu deinem Rechner passen.

Um dich für ein RAM-Modul zu entscheiden, ist es zunächst wichtig, dass du dich über dein Mainboard und die Anzahl der freien RAM-Steckplätze in der Hauptplatine informierst. Dabei solltest du auch darauf achten, dass keine Bauteile bestimmte Steckplätze überragen oder verdecken. Dies könnte zu Problemen beim Einbau führen.

Auch die pro Modul zulässige Speichermenge (GigaByte) sollte bei deiner Wahl des RAM-Moduls berücksichtigt werden.

Wenn du nicht den aktuell eingebauten Speicher nachkaufen möchtest, findest du häufig in den Handbüchern der Mainboards sowie auf den meisten Homepages der Board-Hersteller alle Informationen über die Kompatibilität der Speicherriegel. Auch einige RAM-Hersteller listen online kompatible Mainboards zu ihren RAM-Modulen.

Die erworbenen Module sollten den bereits verbauten möglichst gleich oder ähnlich in der Kapazität, den Timings, der Spannung und der Taktrate sein.

Aber aufgepasst! Arbeitsspeicher, die eine höhere Standardspannung erfordern, können unter Umständen zum Defekt des RAM-Controllers führen. Die Standardwerte von 1,2 Volt (DDR4-RAM), 1,5 Volt (DDR3-SDRAM), 1,8 Volt (DDR2-SDRAM) oder 2,5 Volt (DDR-SDRAM) reichen für den stabilen Betrieb von Standard-RAM vollkommen aus.

Ähnliches gilt für zu hohe Taktraten der RAM-Module. Die Taktraten DDR-400, DDR2-1066, DDR3-2133 und DDR4-3200 sind vom JEDEC-Konsortium als offizielle Höchstwerte eingestuft worden.

(Bild: PublicDomainPicture / Pixabay.com)

Wie viel RAM brauche ich?

Die Anwendungen werden immer speicherhungriger und bringen Computer mit kleinem Arbeitsspeicher (RAM) schnell an ihre Grenzen. Doch wie viel RAM benötige ich eigentlich für meinen Rechner?

Um diese Frage zu beantworten kommt es ganz klar auf dein Nutzungsverhalten an. Wenn du deinen Rechner hauptsächlich für das Surfen im Internet, den Social-Media-Gebrauch, oder einfache Multimedia-Aufgaben nutzt, solltest du mit 4 GigaByte RAM auskommen.

Für richtige PC-Spieler muss der Arbeitsspeicher hingegen bei mindestens 8 GigaByte liegen. Viele leistungsstarke Gaming-Laptops verfügen mittlerweile sogar schon über 16 GigaByte RAM.

Um keine Kompromisse eingehen zu müssen und auch mehrere Anwendungen mit besonders hohem RAM-Bedarf uneingeschränkt parallel nutzen zu können empfehle ich die 32 GigaByte Variante.

Ram-Module vergleichen

Um verschiedene Arbeitsspeicher vergleichen zu können, solltest du vor dem Erwerb eines neuen Speicher-Moduls diese Kaufkriterien für RAM-Module berücksichtigen:

  • Die Art des Arbeitsspeichers
  • Der Typ des Arbeitsspeichers
  • Die Speicherkapazität
  • Die Taktfrequenz
  • Die Speicherlatenz
  • Die Maße des Speichers
  • Anzahl der RAM-Module
  • Die Spannung
  • Der Anschluss des Arbeitsspeichers
  • Der Verwendungszweck deines Computers

Fazit

Wenn du die Arbeitsleistung deines Notebooks oder Computers schnell und preiswert verbessern möchtest, kommst du um eine Erweiterung des Arbeitsspeichers definitiv nicht herum!

Bildquellen

[1] https://pixabay.com/de/leiterplatte-arbeitsspeicher-gr%C3%BCn-1911693/
[2] https://pixabay.com/de/brett-karte-chip-computer-daten-22098/

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