Upgrade Linux Mint 17.3 Rosa nach 18 Sarah

LinuxMint Normalerweise ist der Upgrade von Mint kein Problem und läuft schmerzfrei. Dieser Upgrade ist jedoch ein wenig anders und bedarf deutlich mehr Aufmerksamkeit. Den sollte man in Ruhe machen wenn man Zeit und Muse dafür hat.  

Denn technisch gesehen gibt es jede Menge Änderungen. Daher kann es, muss aber nicht, Probleme geben. Auf meinen Maschinen hatte ich unterschiedliche Ergebnisse. Aber eines nach dem anderen. 

Mint 18 Sarah basiert auf Ubuntu 16.04 Xenial. Das bedeutet aber auch das sich diesmal unter der Haube sehr viel ändert. Die bisherigen Upgrade Wege sind nicht mehr möglich. Daher wurde ein neues Tool mit der Bezeichnung mintupgrade eingeführt. Und, auch das ist neu, der Upgrade wird über eine Konsole und nicht über die grafische Oberfläche gemacht. Das heißt, auch die Vorbereitungen sind ein wenig sorgfältiger. 

Die Datensicherung, die üblicherweise bei sowas angefertigt wird, bekommt unser besonderes Augenmerk. Ich rate zu einem Full Backup des gesamten 17.3 Systems. Ältere Mint Versionen müssen erst auf 17.3 gebracht werden. Den Umgang mit Full Backup und Restore sollte man beherrschen. Eine meiner Maschinen wurde bei dem Upgrade komplett zerschossen. Daher rate ich dringend zu einer Datensicherung die auch funktioniert um im Notfall einen Fallback auf das alte System machen zu können.

Mint Rosa benötigt alle Updates tagesaktuell, also erst einmal das System auf den neuesten Stand bringen. Und ich rate dringendst dazu den Upgrade in einer echten Konsole, beispielsweise STRG ALT F4, zu machen und nicht über eine Terminalemulation.  Der Hauptprozess des Systems, bisher init, wird durch systemd ausgetauscht. Auch gibt es einen komplett neuen X-Server und einen komplett neuen Kernel der systemd und nicht mehr init unterstützt. Und Upgrades in der Terminalemulation der grafischen Oberfläche bergen immer ein Restrisiko. Also unbedingt sicherheitshalber eine Konsole nehmen, sonst wird einem unter Umstanden während des Upgrades die grafische Oberfläche, in der die Terminalemulation läuft, weggeschossen. Also auf eine Konsole wechseln. Danach kann man das neue Tool installieren:

apt install mintupgrade

Wer solche Systeme kennt wundert sich jetzt. Ja, es gibt einen Alias namens apt der apt-get mit sudo aufruft. Also ein sudo apt-get install mintupgrade ginge natürlich auch.  Ist mintupgrade installiert sollte man prüfen on der Upgrade funktionieren kann: 

mintupgrade check

Hier werden temporär die Paketquellen nach Sarah gewechselt und der Upgrade simuliert. Am Ende werden die Paketquellen wieder auf Rosa gewechselt. Läuft dieser Schritt fehlerfrei durch kann man den nächsten wagen. 

mintupgrade download

Jetzt werden nur die Pakete die für den Upgrade zwingend benötigt werden heruntergeladen, das wars. Das ist also noch nicht der Upgrade selbst, sondern nur die Vorbereitung dafür. Dann geht es weiter: 

mintupgrade upgrade

Jetzt wird es ernst, der Upgrade startet. Die Paketquellen werden ausgetauscht und es geht los. Quellen von Drittanbietern und eigene werden deaktiviert und im Homeverzeichnis Upgrade-Backup gesichert. Später kann man die anpassen und wieder eintragen. Der Upgradevorgang darf nicht unterbrochen werden. Der Upgrade läuft, aus meiner Sicht, erstaunlich lange (weil wahrscheinlich gleich alle aktuellen Updates gezogen werden) und man kann auch nicht weg weil hin und wieder doch eine Frage gestellt wird. Also schön dabei bleiben und den Upgrade verfolgen. Geht der Upgrade schief dann gibt es mehrere Möglichkeiten je nachdem was da genau schief gelaufen ist. Auf jeden Fall kann man, wenn man muss, die Paketquellen wieder zurückdrehen. Das geschieht mit: 

mintupgrade restore-sources

Gibt es Probleme mit den Abhängigkeiten kann man versuchen mit 

sudo apt-get -f install 

die Probleme zu beseitigen und dann noch einmal den mintupgrade zu starten. Aber wie gesagt, sollte es Probleme mit dem Upgrade geben muss man je nach Problem anders reagieren. Funktioniert der Upgrade sollte einem nach dem Neustart Sarah begrüßen und einwandfrei funktionieren. 

Mein Fazit zu der Geschichte ist ein eigenes. Ich habe drei Maschinen über mintupgrade hochgezogen und auf einer, der zerschossenen, Sarah komplett neu installiert und meine Daten zurückgespielt. Der Weg des Clean-Install ist wesentlich weniger zeitaufwendig und aus meiner Sicht auch sauberer und sicherer. Man hat einfach weniger Ärger damit. Daher rate ich dringend zu dem Clean-Install.

Ist Sarah erst einmal bereit dann arbeitet es sich damit wunderbar. Man spürt sofort systemd, den neuen X-Server und den Kernel 4.4.0.31, das ganze System läuft runder und flüssiger. Es lohnt sich also in jedem Fall. 

Siehe auch: 

How to upgrade to Linux Mint 18 [linuxmint.com]

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1 Gedanke zu “Upgrade Linux Mint 17.3 Rosa nach 18 Sarah

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