Politischer Eingriff sorgt für Wlan-Sperren in DSL-Routern

Wifi-kl Und nicht nur in Routern, sondern in allem was funkt. Ein Abkommen zwischen der EU und den USA macht es möglich

Der Hersteller TP-Link hat bereits damit begonnen die Firmware seiner Router komplett zu sperren. Eigentlich sieht das EU/USA Abkommen vor nur den Funkteil vor Veränderung zu bewahren, aber den meisten Herstellern dürfte das zu aufwendig sein und so sperrt man kurzerhand die komplette Firmware. Andere Hersteller werden das also wohl genauso machen. 

In Europa wird das über die Richtlinie 2014/53/EU abgedeckt und muss bis zum 13. Juni 2016 in nationales Recht umgesetzt sein. Damit wird es freien Router-Betriebssystemen wie DD-WRT sehr schwer bis unmöglich gemacht installiert zu werden. Aber auch Smartphones sind betroffen, denn freie Android Betriebssysteme wie Cyanogenmod werden ebenfalls dicke Probleme bekommen. Und auch für freie Desktop Betriebssysteme wie Linux wird das ein Problem werden, denn dort wird es künftig sehr schwer noch Treiber beispielsweise für Wlan-Chipsätze zu entwickeln. Freie Alternativen werden es also künftig im Bereich Funk sehr schwer haben. 

Begründet wird das mit dem Schutz der Software vor Manipulation. Ich sehe darin ein potentielles Sicherheitsproblem, denn Hersteller könnten auf staatliche Anweisung gezwungen werden Backdoors (Hintertüren), beispielsweise in Router, einzubauen um Geheimdiensten und anderen staatlichen Stellen das Abhören der Kommunikation zu erleichtern. 

Ich gehe davon aus das die Funkregulierung erst der Anfang ist und schrittweise auf alle Komponenten der elektronischen Kommunikation ausgeweitet wird. Eine Gegenwehr ist kaum möglich außer man hackt seine eigene Hardware. 

Ich sehe aber darin eine Chance für Open Hardware in Kombination mit Open Software, denn es gibt Open Hardware Router wie den Turris Omnia die in der Regel auch etwas "pfiffiger" sind wie die proprietären Geräte. Es gibt schon etliche Open Hardware Projekte die sich immer mehr verbreiten. Ich hab so einen kleinen Rechner bei mir auf dem Schreibtisch stehen dem ich demnächst einen bzw. mehrere Artikel widmen werde. Das Teil hat die Fähigkeit als Server zu laufen, braucht weniger wie 20W Strom, ist kaum größer wie eine große Schachtel Zigaretten und kostet keine 200 Euro. Aber wie gesagt, davon später. Um vernünftig testen zu können muss erst mal meine marode DSL Leitung wieder laufen. Das dauert noch ein paar Tage. 

Wer an solchen Tests interessiert ist der sollte mich in Form von Spenden unterstützen denn die erlauben es mir erst die Hardware zu kaufen, zu testen um dann Tipps und Anleitungen für Einrichtung und Betrieb zu geben. 

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