Ein stromsparender Homeserver für unter 200 Euro auf Linux Basis

Cubietruck-kl Meine Anforderungen waren klar. Ein kleiner, kompakter, aber dennoch leistungsstarker und dabei noch stromsparender Server der im 24 Stunden Betrieb laufen kann. 

Im Segment der normalen Homeserver und Minirechner hab ich nichts passendes gefunden. Daher hab ich mich bei den Einplatinen-Bastelrechnern umgesehen und dort wurde ich fündig. Schlussendlich hab ich mich für den Cubietruck (Cubieboard 3) von Cubitetech entschieden, also Open Source Hardware. Siehe hierzu auch den Wikipedia Artikel zum Cubieboard.

Die technische Ausstattung ist für so einen Mini-Rechner beeindruckend. Als CPU einen ARM-Cortex A7 Dual Core Prozessor mit 1 GHz Taktfrequenz, 2 GB DDR3 SDRAM mit 480 MHz, HDMI Output, Wlan, Bluetooth, Infrarot.... alles dabei. Die genauen technischen Daten möge man dem Blog von Andreas Kriwanek entnehmen, die brauch ich hier nicht noch einmal aufzuschreiben. 

Der Cubietruck hat also alles was ich wollte inkl. dem SATA Anschluss, denn ich hatte noch eine 2,5" 500 GB Festplatte übrig. Mit Energie versorgt wird das gute Stück von einem 5 V, 2,5 A USB Netzteil das separat gekauft werden muss und mit dem man übrigens auch mal ein Handy laden kann. Mein Samsung S4 war jedenfalls damit zufrieden. Legt man die alte Formel Volt x Ampere = Watt zugrunde dann kommen wir auf einen maximalen Verbrauch von 12,5 Watt. Das ist niedrig genug für einen 24 Stunden Betrieb zumal der Cubietruck in der Praxis lt. Messung nur 4 bis 6 Watt verbraucht. 

Gekauft hab ich den Cubie via Amazon in England. Da gab's das Kit für 90 Euro. Hinzu kamen ca. 11 Euro für das Netzteil im Industriestandard. Es ist schließlich ein 24 Stunden Betrieb geplant. Die Festplatte hatte ich ja schon. Wenn man die auch noch kaufen muss dann bekommt man für 50 bis 70 Euro schon was vernünftiges. Das heißt mit meinem 200 Euro Limit kam ich locker herum. Wenn es finanziell geht, dann rate ich aus Gründen der Geschwindigkeit und des geringeren Stromverbrauchs zu einer SSD Festplatte, wobei der Cubietruck auch mit der alten 500 GB SATA Platte recht vernünftig läuft. Der Cubie kann übrigens auch von einer Li-Batterie versorgt werden. Diese hat auf der Hauptplatine einen eigenen Anschluss. 

Das Kit enthält alles was man für den Start braucht. Von den Montageplatten bis zu den Kabeln ist außer dem Netzteil alles dabei. Leider gibt es keine Anleitung wie das alles zusammenzubauen ist, jedoch kommt man da schnell dahinter. Hier ein Tipp: Alle Teile schön sortiert vor sich auf den Tisch legen und logisch denken. Fertig montiert sieht das so aus. Ich hab vom Cubietruck direkt nach der Montage mit dem Handy ein Foto gemacht: 

Cubietruck

Auf der unteren Platte ist die HDD geschraubt und auf der oberen das Mainboard. Jetzt braucht das gute Stück natürlich noch ein Betriebssystem. Für den Cubietruck stehen diverse Images zur Verfügung und jedes hat Vor- und Nachteile. Daher muss man jedes Image mehr oder weniger anpassen. Ich hab eine Menge ausprobiert. Man muss sich also vorher überlegen was man damit machen will und sich dann das passende Image dazu heraussuchen. Es ist wahrscheinlich am besten ihr macht das so wie ich und probiert verschiedene Images durch. Und man muss sich überlegen von welchem Medium man starten will. 

Der Cubietruck hat einen internen 8 GB NAND-Flash Speicher der für das Betriebssystem gedacht ist und es gibt einen Micro-SD Slot von dem auch gebootet werden kann. Ab Werk findet sich im NAND Speicher ein Android 4.2.2, jedoch wird man in der Praxis eher zu einem Linux greifen. Zu welchem, das kommt eben auf den Einsatz an. Ein Webserver hat andere Vorgaben wie ein Home-Media-Server. Für den reinen Serverbetrieb finde ich das Ubuntu Server Image von Stefan Lambert hervorragend das praktischerweise gleich Docker mitbringt und dem auch eine sehr gute Schritt-für-Schritt Anleitung in Deutsch zur Installation beiliegt. Das Image startet von SD-Karte. Dazu sollte man unbedingt eine Klasse 10 Micro-SDHC nehmen. Aber es gibt natürlich auch Debian und Linaro Server Images con Cubietech. 

Für den Allround Einsatz ist das Armbian von Igor Pečovnik gut das es in der Debian Wheezy, Jessie und als Ubuntu Version für viele der kleinen Bastelrechner gibt. Und von Cubietech selbst gibt ein auf Debian basierendes Image mit dem Namen Cubieez das ich euch im nächsten Artikel ein wenig näher bringen will. Ähnlich wie Armbian ist Cubieez so eine Art Rundum-sorglos-Paket.

Alle Artikel zum Cubietruck finden sich unter dem gleichnamigen Tag

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