Digitalkameras unter Linux einbinden

Wir kennen das aus der Windows Welt: Kaufen wir eine neue Digicam dann muss erst einmal die mitglieferte Software installiert werden um die Kamera ansprechen zu können. Unter Linux geht das einfacher.

Hat man ein Windows System und mehrere Digitalkameras, dann muss man eben Treiber und Software mehrerer Kameras installieren, in der Hoffnung das die sich auch alle vertragen. Unter Linux ist nur das Paket GPhoto nötig.

GPhoto ist eine Sammlung freier Software unter der GPL/LGPL Lizenz die den Zugriff auf Digitalkameras unter Linux und anderen unixoiden Betriebssystemen ermöglicht. Neben dem Auslesen von Bildern und  Videos erlaubt es die Software in Abhängigkeit der Fähigkeiten der Kamera auch das Hochladen von Dateien und die Steuerung eines Gerätes wie Konfiguration und auch  Bilder aufnehmen.

GPhoto besteht aus mehreren Bestandteilen:

  • libgphoto2: die zentrale Bibliothek. sie erkennt die Kommunikationsprotokolle und Anschlüsse. Sie ist der Kern der gPhoto2 Software.
  • gphoto2: ist die Kommandozeilenschnittstelle zu libgphoto2.
  • gtkam: ist ein GTK+ 2 basiertes (GNOME) graphisches Frontend.
  • gphotofs: macht es möglich das eine Kamera als normales Dateisystem eingebunden werden kann. Damit können beliebige Programme auf die Bilder als gewöhnliche Dateien zugreifen, auch wenn die Kamera keine USB Massenspeicher-Unterstützung bietet. Auf dem Desktop erscheint die Kamera dann als normaler Massenspeicher.

Die Installation kann wie gewohnt über Synaptic, Software Center oder Terminal vorgenommen werden. Zur Zeit werden 1869 verschiedene Kamera Modelle unterstützt. Teils über das PTP (Picture Transfer Protokoll), teils über proprietäre Protkolle. Auf der Homepage des Projekts findet sich eine Liste der unterstützten Kameras. Das heißt mit einer Installation hat man Support für über 1800 Kamera Modelle. Selbst wenn die Kamera nicht untestützt wird, dann hat man immer noch über den Massenspeicher Treiber Zugriff auf die Bilder. Auch das RAW Format für viele Modelle wird unterstützt. Die Kameras werden automatisch erkannt.

Wer KDE als Desktop benutzt der kann auch Digikam als grafisches Frontend einsetzen. Weiterhin arbeiten auch gThumb und F-Spot mit GPhoto zusammen.

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