Digitale Selbstverteidigung Teil 1: Datenspuren

Wenn von Datenspuren die wir hinterlassen die Rede ist, denken viele an das Internet, dem ist jedoch nicht so. Wir hinterlassen ständig ihrgendwelche Daten die von irgendjemandem ausgewertet werden. Dabei ist die Verwendung der Daten nicht immer  zu unserem Vorteil. Hier nun ein kleiner Abriss des Problems.

Spuren im Netz

Beginnen wir aber mit den Datenspuren im Internet. Das fängt bei der IP Adresse an über die jeder identifizierbar ist. Denn der Diensteanbieter weiss welcher Kunde zu welchem Zeitpunkt welche IP Adresse hatte. Aber da ist noch mehr. Wird eine Webseite angesurft kann diese über den Browser allerhand auslesen, auch das verwendete Betriebssystem mit genauem Patchlevel, die Bildschirmauflösung und vieles andere mehr. Wer will kann sich auf Panopticlick der Electronic Frontier Foundation (EFF) selber testen lassen. Auch über den Browser ist jemand zu identifizieren. Das Stichwort hierzu heißt Canvas Fingerprinting. Hinzu kommen die Browser Verläufe (Historie, Chronik, ...) die ausgelesen werden können, eine Webseite kann also feststellen was noch so besucht wurde. Und natürlich die Dateien auf dem Computer selber, die ein Risiko darstellen können. Hier seien als Beispiele Cookies und der Browsercache genannt.

In sozialen Neztwerken steht immer alles zur Verfügung was man dort je geschrieben bzw. geteilt hat. Auch PNs (Mails) und Chatverläufe können von den Betreibern unbemerkt gesichert werden. Die großen Datenkraken sind ja hinlänglich bekannt. Die speichern jede Suche, Seitenaufruf oder sonst irgendeinen Klick. Mit Hilfe dieser Daten kann man komplette Profile erstellen, wenn man lange genug sammelt. Auch psychologische Profile. Mit diesen Profilen kann natürlich gehandelt werden.

Das Handy, die persönliche Wanze

Wer jetzt denkt ich rede nur von Smartphones, der irrt. Auch ein normales Handy lässt sich orten und auch das hat ein Mikrofon und oft eine Kamera. Smartphone Apps können auch bei deaktivierten GPS dieses heimlich einschalten um den Standort zu bestimmen. Das geht auch über die stumme SMS  und über die Wlans. Ebenso können Mikrofon und Kamera heimlich aktiviert werden. Das Handy hat eine eindeutige Seriennummer und ist auf eine Person registriert. Es lassen sich damit sensible persönliche Daten und nicht nur der Standort auslesen, sondern es lassen sich Bewegungsprofile erstellen. Auch sind Anruf- und Kontaktlisten angreifbar. Man kann also feststellen wer wann wie lange mit wem telefoniert hat. Das gilt übrigens auch für das Festnetz. Das Handy ist damit ebenfalls ein Riesen Problem was den Datenschutz angeht.

Auch beim Einkaufen werden Daten erhoben

Sobald man mit einem elektronischen Zahlungsmittel, nehmen wir als Beispiel die Geld- oder EC-Karte, bezahlt läßt sich speichern wer wann wo was gekauft hat. Auch darüber lässt sich neben den Vorlieben ein Bewegungsprofil erstellen. Das ist übrigens der Grund für die Kundenkarten, diese dienen dazu den angeschlossen Unternehmen weitere Informationen über den einzelnen Verbraucher zukommen zu lassen. Das Problem entsteht genauso beim Reisen. Man kann feststellen wer wann wie lange wohin gefahren ist oder fahren wird. Und wenn man die falsche Kleidung käuft kann man sich schnell eine weitere persönliche Wanze einhandeln.

Dieser Trend wird durch das Internet der Dinge noch weiter verschärft, denn damit werden immer mehr Datenquellen geschaffen. Der Oberbegriff für diese Situation nennt man Big Data. Alle wollen Zugriff auf große Datenmengen und die Methoden wie das angegangen wird werden immer frecher.

Damit wird die Problemsituation ständig verschärft.

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