UEFI Probleme mit Linux

In der letzten Zeit gab es besonders im Falle Samsung Wirbel um Probleme mit Linux auf  UEFI Systemen. Mein Notebook hat auch UEFI und auch ich musste ein wenig probieren um Linux ans Laufen zu bekommen. Aber das war im Vergleich mit dem Samsung Fall harmlos. Nun hat sich Matthew Garrett (ein Linux Entwickler) auf seinem Blog zu Wort gemeldet. 

Das Samsung Problem kam in Verbindung mit Ubuntu 12.04 und 12.10 hoch. Versuchte man auf Samsung UEFI Systemen Ubuntu zu installieren kam es vor das das Gerät beim Booten abstürzte und hinterher nicht mehr zu einer Zusammenarbeit zu bewegen war. Matthew Garrett hat diese Probleme nun analysiert. Ubuntu, genauer der samsung-laptop Treiber, wurden als des Übels Ursache ausgemacht. Garett fand nun heraus das samsung-laptop dafür gedacht war Kompatibilitätsprobleme mit veralteter Firmware zu beheben. Das funktionierte so lange wie Samsung nichts an der Firmware veränderte ohne die Entwickler zu informieren. Mit dem Umstieg auf UEFI ist aber genau das passiert. Samsung veränderte die Firmware und offensichtlich gab es keine Information an die Entwickler. Außerdem wurde seitens Samsung nichts getan um "alte Treiber daran zu hindern, Dinge kaputt zu machen".  Das führt dazu das im Worst Case die Firmware des Notebooks zerstört wird.

Da der Treiber lt. Garret nach Samsungs Vorgaben geschrieben wurde ist es offensichtlich das Samsung die Schuld an den Vorfällen trägt. Das Problem das bei Samsung im Speziellen vorliegt ist, das die UEFi Firmware Speicher fest mit dem Mainboard verlötet sind. Das heißt Betroffene mussten ihr Gerät einschicken um das Mainboard tauschen zu lassen was natürlich die Welle der Beschwerden erklärt.

Aber auch mit anderen Lenovo wie meinen S-205 und mit einzelnen Toshiba Rechnern gibt es Probleme. Einige Toshibas weigern sich schlicht ein Linux zu booten. Das geht lt. dem Entwickler zurück auf eine "atemberaubende Inkompetenz" von Toshiba. Offenbar wurden die Verifizierungsschlüssel in den Datenbanken schlicht vergessen. Auf den neuen Geräten wurde das wohl korrigiert. Ob es eine Updatemöglichkeit für die älteren Geräte gibt ist unbekannt.

Einige Lenovos booten nur noch Windows bzw. Red Hat Enterprise wenn Secure Boot verwendet wird.

Wer also die Anschaffung eines neuen Notebooks für Linux plant sollte vorab sorgfältig im Web recherchieren ob es Probleme gibt oder nicht. Zur Zeit sind  außer mit Samsung, Lenovo und Toshiba keine Rechner bekannt die Probleme machen, was aber nichts heißt. Der UEFI Standard scheint für eine gewisse Spannung zu sorgen. Ich befürchte das der eine oder andere Hersteller auf die Idee kommen könnte seine UEFI Implementation ein wenig vom Standard abweichen zu lassen um irgendein "eigenes Süppchen" zu kochen. Das kann fatale Folgen haben, muss aber nicht.

Also nochmal, wer ein neues Notebook für Linux plant sollte recherchieren.

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