Erfahrungsbericht: Der Lenovo S205 mit SSD

Wie an anderer Stelle schon einmal erwähnt gab es ja zu Weihnachten eine kleine 64GB SSD. Auf der hab ich, wie ebenfalls hier nachzulesen, einige Linux Varianten probiert. Hier nun ein erstes Fazit.

Zuerst hatte ich die kleine SanDisk 64GB SSD nur für Testzwecke vorgesehen. Die Disk ist vergleichsweise günstig und gehört zu den ganz normalen SSD Vertretern, ist also ohne spezielle Tuning Technologie. Um es gleich vorwegzunehmen, Benchmark Tests hab ich keine gemacht. Ich finde die Zahlen nicht unbedingt aussagekräftig, sind es doch nur gemessene Werte. Mir ist eine subjektive Praxisbewertung lieber.

Zum Thema SSD muss man auch wissen das die Anzahl Schreibvorgänge auf so einer Platte endlich sind, die wird also irgendwann mal den Dienst quittieren. Allerdings kann man bei den heutigen Solid State Festplatten auch bei recht exzessiver Nutzung von einer Lebensdauer von mindestens 3 Jahren ausgehen. Die Hersteller bauen auch oft mehr Speicher ein wie angegeben um nicht mehr beschreibbare Speicherbereiche zu kompensieren. Dieses Thema muss man auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, also so richtig sensible und wichtige Daten würde ich darauf nicht speichern.

Die Platte lies sich problemlos in das kleine Lenovo Notebook einbauen und in Betrieb nehmen. In den BIOS Einstellungen ist darauf zu achten das AHCI aktiviert ist um die volle Leistung der Platte zu bekommen. Auch die installierten Linux Varianten hatten keinerlei Probleme mit der Hardware.

Auffällig war die Geschwindigkeit mit der die Installation erfolgte. Alle Schreib- und Lesevorgänge sind mit einer SSD sehr deutlich beschleunigt. Das spürt man auch beim Systemstart um beim normalen Betrieb. Sogar die Webbrowser laufen runder weil die Zugriffe auf den Browsercache auf der Festplatte deutlich beschleunigt werden. Das beim kopieren bewegte Datenvolumen pro Sekunde wurde mindestens verdoppelt, wobei hier auffällig ist das viele kleine Dateien schneller kopiert werden wie eine große. Insgesamt würde ich sagen die Overall Performance des Lenovo wurde um mindestens 30% gesteigert. So macht das Arbeiten richtig Spass.

Gerade beim Lenovo mit seiner APU sind Festplatten herkömmlicher Bauart eine Bremse weil die schlicht zu langsam sind. Das ändert sich mit einer SSD, und sei es nur eine billige, sofort.

Für ein Notebook bietet eine SSD noch einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil: Da eine Solid State Platte ohne mechanische Teile auskommt ist sie stoßumempfindlich, also für jemanden wie mich der sein Notebook täglich mit sich rumträgt, einfach ideal.

Gegen eine SSD (zumindest eine große) spricht momentan noch der Preis und die Tatsache das das Ende der Lebensdauer doch recht absehbar ist. Der Preis pro GB ist halt noch deutlich teurer wie bei einer klassischen Konstruktion.

Ich hatte die Disk nun in der ersten Arbeitswoche im "Ernstfalleinsatz" und bin rundum zufrieden. Ich werde die auf jeden Fall eingebaut lassen. Auf der recht kleinen 64GB Platte ist nur das drauf was auf Geschwindigkeit angewiesen ist, also das Linux Mint als Host und die beiden Windows virtuellen Maschinen. Hinzu kommen die wichtigsten Anwendungen und Daten. Alles andere ist auf der alten 500GB Platte klassischer Bauart verblieben. Diese Platte kam in ein USB Gehäuse und tut fortan als externer Massenspeicher seinen Dienst.

So konnte ich Geschwindigkeit und Platzbedarf vereinen. Ein Konzept das ich nur empfehlen kann. Ach ja, da die SSD deutlich weniger Strom braucht wirkt sie sich auch positiv auf die Akku Laufzeit aus solange eben keine externe Festplatte oder andere Verbraucher angeschlossen sind.

Ich denke das die Zukunft den SSD Platten gehört. Die Speichertechnologie wird ständig verbessert und die Preise dürften koninuierlich fallen. Allerdings sind SSD Laufwerke nur etwas für Computer mit SATA Anschluss. Bei älteren Geräten macht es einfach keinen Sinn. Denkt aber daran wenn ihr eine SSD kauft das die irgendwann nicht mehr funktionieren wird. Also Wichtiges immer noch auf einem klassischen Medium sichern bzw. gleich drauf speichern.

 

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1 Gedanke zu “Erfahrungsbericht: Der Lenovo S205 mit SSD”

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