Schon zu Zeiten des fotografierens auf Film war es so. Je mehr Fläche da war auf die das Foto belichtet wurde umso besser waren die Bilder. Einige können sich bestimmt noch an die Bilder des sog. Pocketformats erinnern (Filmkassette Typ 110, ein 16mm Format) die zwar für 9x13 Bilder einigermassen waren, aber asonsten nicht weiter zu gebrauchen. Auf keinen Fall hielten die einem Vergleich mit Kleinbild (Typ 135, 35mm Film) oder gar einem Mittelformat (Rollfilm, Typ 120 bzw. 220, 6cm Format) stand.
Im Grunde gibt es derlei Formate und noch mehr auch heute noch, eben nur digital. Repräsentiert werden diese "Filmformate" durch die Größe des Bildsensors auf den heute anstelle des Films das Licht fällt. Und auch die Probleme der kleinen Formate sind ähnlich.
So taten sich vor 20 oder 30 Jahren die kleinen Formate sehr schwer wenn größere Papierbilder angefertigt werden sollten. Diese mussten im Vergleich zu den größeren Filmtypen stärker vergrößert werden was die Filmkörnung sichtbar machte und damit einhergehend unscharfe Bilder. Ein anderes Problem das aber ähnlich schlechte Bilder erzeugt ist heutzutage Bildrauschen und Unschärfen.
Grundsätzlich kann man zwei Typen von Bildsensoren unterscheiden. CCD und CMOS. Früher gab es mal ein paar Unterschiede aber heute kann man, denke ich, sagen, das beide Typen gut sind.
Entscheidender ist die Größe des Sensors. Diese gibt es von winzig (1/3.2" also 4,5x3,4mm) bis Mittelformat (48x36mm). Also sollte man wenn man eine Digitalkamera kauft neben Auflösung und Objektiv auf die Größe des Sensors achten. Je größer desto besser. Je größer ein Sensor ist, umso mehr Licht fällt anteilig auf die einzelne Zelle die den Pixel darstellt und umso besser das Ergebnis. In der Umkehr je mehr Pixel sich auf einem kleinen Sensor drängen müssen umso weniger Licht bekommt jeder Pixel ab, auch das sieht man am Ergebnis.
Also es ist die Kombination aus Objektivqualität, Sensorgröße und Auflösung in Megapixeln die (neben anderem) das Bild maßgeblich beeinflussen.
Hier eine Aufstellung der gängigen Sensorgrößen mit Umrechnung in mm damit man sich das auch vorstellen kann:
1/2,2" = 4,5 x 3,4 mm
1/2,7" = 5,4 x 4.0 mm
1/2,5" = 5,8 x 4,3 mm
1/1,8" = 7,2 x 5,4 mm
2/3" = 8,8 x 6,6 mm
Four-Thirds = 17,3 x 13 mm
Faveon = 20,7 x 13,8 mm
APS-C = 22,2 x 14,8 mm
DX = 23,7 x 15,6 mm
Vollformat (Kleinbild) = 36 x 24 mm
Mittelformat = 48 x 36 mm
Natürlich ist es so das mit zunehmender Sensorgröße auch die Kameras und Objektive größer werden. Und auch der Preis steigt enorm an.
Auf diese Sensorgrößen werden jetzt die Fotozellen (also Pixel) gequetscht. Wie oben erwähnt müssen sich alle Pixel dieselbe Lichtmenge teilen und je mehr es werden umso weniger bleibt für den einzelnen Pixel übrig. Es ist also durchaus so das eine Kamera mit weniger Megapixel aufgrund ihres größeren Sensors die besseren Bilder macht.
Für ambitionierte Amateure wird es was die Bildqualität angeht ab Four-Thirds interessant, eine Kamera mit Vollformat Sensor geht da schon richtig ins Geld, von Mittelformat red ich mal lieber nicht. Also würde ich zur Zeit je nach Geldbeutel zu irgendwas zwischen Four-Thirds und DX raten. Auf jeden Fall den Sensor so groß wie möglich wählen.
Also wer sich vielleicht eine Digicam zu Weihnachten zulegen (lassen) will der sollte auch auf die größe des Sensors achten.